Rauchmelder- und Rauchmelderwartungspflicht

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Rauchmelder- und Rauchmelderwartungspflicht

 

Änderung der Rauchmelderpflicht im Saarland

Im Saarland besteht schon seit 2004 eine Rauchmelderpflicht für Neubauten. Im September 2015 wurde diese auch auf Bestandswohnungen ausgeweitet.

Eigentümer haben bis zum 31.12.2016 Zeit die Wohnungen gemäß § 46 Abs. 4 der Landesbauordnung nachzurüsten.

Der neu gefasste § 46 Abs. 4 der Landesbauordnung für Rauchmelder lautet:

“In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Eigentümerinnen und Eigentümer vorhandener Wohnungen sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2016 entsprechend auszustatten. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzerinnen und Besitzern, es sei denn, die Eigentümerin oder der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.”

Die vollständige Landesbauordnung des Saarlandes finden Sie zum Nachlesen unter:

www.bauordnungen.de/Saarland

Rauchmelder – was ist beim Kauf zu beachten?

Zulässig ist ein Rauchwarnmelder nur, wenn er die folgenden Mindestleistungsmerkmale, nach DIN EN 14604 / DIN 14676, erfüllt:

  1. Der Alarm-Ton muss mindestens 85 dB(A) betragen.
  2. Mindestens 30 Tage bevor die Batterie ausgetauscht werden muss, ertönt ein wiederkehrendes Warnsignal.
  3. Ein Testknopf zur Funktionsüberprüfung des Melders ist Voraussetzung.
  4. Der Rauch sollte von allen Seiten gleich gut in die Rauchmesskammer eindringen können.
  5. Rauchmelder, die nach dieser Norm geprüft sind, erfüllen die Mindestanforderungen.

Kaufen Sie nur Rauchmelder, die mit CE-Zeichen inkl. Prüfnummer und der Angabe „EN 14604“ versehen sind.
Beachten Sie: Dieses CE-Zeichen trifft keine qualitative Aussage, sondern besagt nur, dass das Produkt in Europa verkauft werden darf.
Mit Zeichen „Q“ ist ein unabhängiges Qualitätszeichen, das für Rauchmelder mit erweiterter Qualitätsprüfung steht.
Voraussetzung für diese Kennzeichnung ist die Erfüllung der erhöhten Anforderungen aus der Richtlinie 14-01 der vfdb, der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes.

Hier erfahren Sie mehr über das Zeichen „Q“.

Jeder Rauchwarnmelder muss dauerhaft mit folgenden Angaben gekennzeichnet sein:

 

  1. DIN EN 14604
  2. Name oder Handelszeichen und Adresse des Herstellers oder Lieferanten
  3. Herstellungsdatum oder Fertigungsnummer
  4. vom Hersteller empfohlenes Datum für einen Austausch, wenn die übliche Wartung regelmäßig durchgeführt wurde
  5. Hinweise zum Tauschen der Batterie: Art oder Anzahl der vom Hersteller empfohlenen Batterien und der beim Auswechseln der Batterie unbedingt sichtbare Hinweis für den Benutzer: “Nach jedem Batteriewechsel ist der ordnungsgemäße Betrieb des Rauchwarnmelders unter Anwendung der Prüfeinrichtung zu prüfen.”

Zudem muss zum Rauchwarnmelder eine Anleitung geliefert werden, die Informationen über Anweisungen für Standortwahl, Montage und Wartung erhalten. Zusätzlich müssen auf dem Produkt das Symbol für die CE-Kennzeichnung sowie die Nummer des EG-Konformitätszertifikates angegeben sein.

Hier finden Sie Rauchmelder im Test

 

Installation der Rauchmelder

Rauchwarnmelder sind immer an der Decke in der Raummitte anzubringen, mindestens jedoch 50 cm von der Wand bzw. von Einrichtungsgegenständen entfernt zu installieren. Für besondere Fälle wie L-förmige oder unterteilte Räume als auch Räume mit Unterzügen gibt die Norm detaillierte Empfehlungen für Abstandsverhältnisse und Melderanordnungen. Auch für die Anbringung von Rauchwarnmeldern in Fluren und Gängen und in zuggefährdeter Umgebung gibt die DIN 14676 Empfehlungen.

Wartung und Instandhaltung der Rauchmelder

Der Rauchwarnmelder ist gemäß Bedienungsanleitung, jedoch mindestens einmal jährlich auf seine Funktion zu überprüfen. Mängel müssen beseitig und Geräte gegebenenfalls ausgetauscht werden.

Ihre Checkliste:

– Sind die Raucheintrittsöffnungen frei zugänglich?
– Ist der Rauchwarnmelder beschädigt?
– Eine Alarmprüfung vornehmen. (Auslösung eines Probealarms über die Prüftaste. Bei Rauchwarnmeldern mit 230-V-Netzanschluss muss der Probealarm einmal mit und einmal ohne 230-V-Netz durchgeführt werden.)

Gerne übernehmen wir die jährl. Wartung der Rauchmelder für Sie

Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Angebot.

2017-02-09T09:37:24+00:00November 9th, 2016|Infos|