Schadstoffe in der Raumluft

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Schadstoffe in der Raumluft

Macht Raumluft krank?

Nein – aber enthaltene Schadstoffe aus z.B. Haushaltsreinigern & co schon.

Symptome, unterschätzte Gefahrenquellen und warum Lüften nicht ausreicht

Wir verbringen 90% unserer Lebenszeit in geschlossenen Räumen und atmen dabei 15-20 Liter Luft/Min. durch unsere Lungen. Schadstoffe in der Raumluft können daher erhebliche Gesundheitsschäden verursachen.

Folgende Symptome sind erste Anzeichen für eine Erkrankung durch belastete Raumluft.
(In der Medizin auch Sick Building Syndrom, kurz SBS genannt)

• Allergien
• Immunschwäche
• Depressionen
• Nervenleiden
• Schleimhautreizungen
• Schwindel
• Müdigkeit
• Kopfschmerzen und Migräne
• Gliederschmerzen

Sensibilisierungen und Krebs können Langzeitfolgen sein.

Gefahrenquelle Hausstaub

Besonders tückisch ist unser unscheinbarer Hausstaub.
Er bindet Schadstoffe und verteilt sie so im ganzen Haus. Wenn die Raumluft schon längst wieder von Schadstoffen befreit ist, lauern sie immer noch, gebunden im Staub, in allen Ecken. Wird der Staub aufgewirbelt können die gefährlichen Schadstoffe wieder in unsere Atemwege gelangen. Aber vor allem werden sie durch Berührungen über die Haut aufgenommen.
Staubwischen und Staubsaugen sind daher zwar lästig aber wichtig für Ihre Gesundheit, vor allem, wenn Sie Schadstoffe im Haus nicht ausschließen können.

Höhere Gefahr für Kinder

Die Oberfläche der Haut von Kindern ist im Verhältnis zum Gesamtkörper fast dreimal größer als bei Erwachsenen.
Noch größer ist der Unterschied, der Belastung für Atemwege und Lungen der Kinder. Sie haben eine ca. 60-mal höhere Ventilationsrate je Quadratmeter Lungenoberfläche.
Außerdem nehmen Kinder im Krabbel- und Kindergartenalter die Schadstoffe über den Mund auf. Beim Spielen mit von Hausstaub kontaminierten Spielsachen oder anderen Gegenständen gelangen die Schadstoffe an die Finger der Kinder, die sie dann über den Mund aufnehmen.

Unsichtbare Schadstoffe

Viele Schadstoffe aus Holz- oder Pflanzenschutzmitteln, Insektiziden, Haushaltsreinigern, Pflegemitteln und Weichmacher oder Konservierungsmittel aus z.B. Sprays, Plastik, Textilien oder behandelten Möbelstücken können wir nicht einmal wahrnehmen, d.h. nicht sehen, schmecken, fühlen oder riechen.
Sollten Sie jedoch unangenehme, chemische Gerüche bemerken, sind das meist klare Anzeichen für gesundheitsschädliche Partikel in der Luft.

Krankmacher Sommerfrische und Meeresbrise

Auch als angenehm empfundene Duftstoffe in Duftkerzen, Seifen, Reinigungsmitteln etc. sind gesundheitsschädlich, z.B. das beliebte Limonen, der typischer Duft von Zitrusfrüchten aber auch oft enthaltenes Aldehyd oder Benzol.

Vorbeugende Maßnahmen

Verzichten Sie möglichst ganz auf chemische Duftstoffe.
Verwenden Sie nur schonende Reiniger und Pflegemittel. Achten Sie dabei auf Umweltsiegel und Inhaltsstoffe.
Achten Sie bei Neuanschaffungen auf die Schadstofffreiheit, Siegel, Kennzeichnungen und Herkunftsorte.
Regelmäßiges, kurzes Stoßlüften sorgt dafür, dass Schadstoffe schneller entweichen.
Häufiges Staubwischen und Staubsaugen verhindert, dass aufwirbelnder, kontaminierter Hausstaub in Atemwege, an die Haut oder in die Münder Ihrer Kinder gelangt.

Kontaktieren Sie Ihren Arzt

Wenn oben genannte Symptome verstärkt in Innenräumen auftreten und/oder für einen längeren Zeitraum anhalten, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Schadstoffe können auch von der Inneneinrichtung oder der Bausubstanz selbst kommen, durch Lacke, Dämmmaterial, Spanplatten oder Bleiverarbeitung in Rohren etc.
Sollten Sie oder ein Familienmitglied unter den typischen Krankheitsbildern leiden, empfehlen wir unbedingt eine Raumluftanalyse durchzuführen.

Nähere Informationen und Beratung bekommen Sie

vom Bundesministerium für Gesundheit
über das Bürgertelefon,

von der Europäischen Umweltagentur

oder vom Umweltbundesamt.

2018-10-30T15:19:22+00:00April 13th, 2016|Tipps|